Wein aus dem Cilento – mediterraner Newcomer mit Potential

29. August 2017 - Der Nationalpark Cilento in Süditalien hat nicht zuletzt aufgrund seiner erhaltenen Ursprünglichkeit viele kulinarische Highlights zu bieten, bekannterweise allem voran sein Olivenöl von höchster Qualität. Doch tatsächlich gibt es hier noch einiges mehr zu entdecken, mit dem man anspruchsvolle Gaumen erfreuen kann. Seit einigen Jahren macht die Region vor allem auch bezüglich Wein von sich reden – und das mittlerweile sogar auf internationalem Niveau.

Optimale Bedingungen: Weinberge über dem Meer

Typisch für den Cilento sind die vom Meer, den Bergen und der ausladenden Pflanzenwelt geprägten Küstenregionen, in denen man zudem zahlreiche kulturelle Denkmäler vorfindet. Mitten in dieser paradiesischen Landschaft, neben Oliven- und Zitronenhainen, trifft man immer wieder auf kleine, oft traditionelle Weingüter. Der Anbau bevorzugter Rebsorten erfolgt an Hängen exponiert gelegener Weinberge, auf denen die Trauben von der italienischen Sonne in vollem Maß verwöhnt werden. Die Nähe zum Meer hat zudem einen kühlenden Einfluss auf das Klima. Anbau von Wein ist für den Nationalpark im Übrigen nichts Neues. Bereits in der Antike gaben griechische Siedler dem Cilento – gemeinsam mit den Regionen Kalabrien und Basilikate – den passenden Namen: „Oinotria“, was so viel wie „das Weinland“ bedeutet.

Über die Herstellung cilentanischer Weine

Wein wird im Cilento üblicherweise aus regional typischen Rebsorten hergestellt. Für alle Abfüllungen mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung, die nur Wein aus der Region Kampanien in der Provinz Salerno erhält, gelten folgende Vorgaben: Im Cilento Rosso müssen 60 bis 75 % Aglianico-, 15 bis 20 % Piedirosso- oder Primitivo-Trauben verarbeitet werden. Darüber hinaus sind bis zu 25 % andere für die Region zugelassene Rebsorten erlaubt. Im Cilento Bianco sollen 60 bis 65 % Fiano-Trauben, 20 bis 30 % von Trebbiano Toscano und 10 bis 15 % von Greco Bianco oder Malvasia Bianca enthalten sein. Bis zu 10 % Trauben anderer anerkannter Rebsorten können darüber hinaus im Wein verarbeitet werden. Zwei fast sortenreine Weine, die mindestens 85 % einer der aufgeführten und höchstens 15 % anderer analoger Rebsorten enthalten dürfen, sind der Cilento Aglianico und der Cilento Fiano. Die Trauben von Fiano und Aglianico zählen im Übrigen zu den Klassikern der Region und gelten als sogenannte autochthone Rebsorten. 

Von der Sonne verwöhnte Trauben an der Küste des Cilento

Typische Eigenschaften der Weinsorten

Der Cilento Rosso verfügt zumeist über eine rubinrote Farbe, riecht charakteristisch und weinig. Am Gaumen verhält er sich zart und trocken. Sein Alkoholgehalt liegt bei 11,5 Vol.-% und mehr. Die Farbe des Cilento Bianco ist normalerweise strohgelb, mal mehr, mal weniger intensiv. Sein Geruch ist charakteristisch zart, am Gaumen kommt er harmonisch und frisch daher. Der Alkoholgehalt des Cilento Bianco liegt bei mindestens 11,0 Vol.-%.

Rotwein und Weißwein bei Cilento Bio&Slow

Für alle Liebhaber italienischer Weine bieten wir in unserem Online-Shop selbstverständlich ebenfalls eine kleine Auswahl typischer cilentanischer Weine an. Von den Weinexperten Cantina Casebianche aus der Provinz Salerno führen wir beispielsweise einige hervorragende Bio-Weine aus den weißen Trauben der Rebsorte Fiano und den roten Trauben des Aglianico. In Cuvées werden darüber hinaus die Rebsorten Barbera und Piedirosso sowie Santa Sofia, Trebbiano und Malvasia verwendet. Pro Weinsorte produziert diese Winzerei, in der Handarbeit noch groß geschrieben wird, nur bis zu 6.500 Flaschen Wein, um dem eigenen Anspruch an hohe Qualität weiterhin gerecht zu werden. Ein weiterer Hersteller, dessen Produkte wir anbieten, ist das Weingut Viticoltori De Conciliis. Seit Mitte der 90er Jahre konzentriert man sich dort vor allem auf die Rebsorten Aglianico und Fiano, welche in der Region ihren Ursprung haben. Die Weine der Bio-Weinbauern haben bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, wobei besonders die Donnaluna-Weine aufgrund ihres hervorragenden Preis-Leistungsverhältnisses äußerst beliebt sind. Aber Wein ist nicht gleich Wein – deshalb besser selbst probieren, als lange studieren: Salute!

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