Die Olivensorten des Cilento

Olive ist nicht gleich Olive! In unserem heutigen Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf die Vielfalt der Olivensorten mit Fokus auf dem Cilento. Ob Salella, Rotondella oder Pisciottana – hier in Kampanien finden sich einige ausgesuchte Spezialitäten, die etwas für wahre Kenner sind.

Sie sind grün, hart und hängen an den Zweigen der knorrigen Olivenbäume an den Hängen der cilentanischen Hügel. Soweit, so allgemein. Tatsächlich unterscheiden sich die verschiedenen Sorten der Oliven im Cilento in feinen, aber umso spannenderen Nuancen.

Beginnen möchten wir mit unserer Lieblings-Olive, der Sorte Salella. Sie wird zu den Olive Ammaccate del Cilento verarbeitet, einem echten Presidio Slow Food. Dabei wird die Olive mit einem Meerstein zerdrückt, dadurch entkernt und anschließend eingelegt. Bei dieser traditionellen Verarbeitung kommen im Original nur Salella-Oliven in Frage. Sie sind kleiner als gewöhnliche Oliven, aber deutlich robuster gegenüber klimatischen Bedingungen wie etwa längeren Dürreperioden. Die Salella ist der Ur-Olive viel näher als moderne, teils überzüchtete Sorten und bringt daher einen sehr ursprünglichen Geschmack mit. Das Öl, das aus dieser Sorte gewonnen wird, zeichnet sich durch eine angenehme, aber nicht aufdringliche Fruchtigkeit aus. Feine Noten nach Mandel, Artischocken und Tomaten sind für geübte Nasen ebenfalls zu erschnuppern und zu erschmecken. Ausgezeichnete Salella-Öle wie unser „Saledda“-Öl erhalten höchste Bewertungen von Qualitätstestern.

Die Sorte Rotondella ist in der Provinz Salerno beheimatet und stellt den Hauptbestandteil der Produktion der Cooperativa Nuovo Cilento dar, mit der wir von Cilentano seit über 10 Jahren zusammenarbeiten. Ebenso wie die Salella-Oliven zeichnet sich diese Sorte durch einen hohen Gehalt an Polyphenolen und Antioxidantien aus. Ihre Kultivierung reicht vermutlich bis zur Gründung des römischen Velia zurück. Schärfe und Bitterkeit, die bei Ölen aus Rotondella oft vorkommen, sind Merkmale ihrer hohen Qualität.

Nach einem Ort an der cilentanischen Küste, dem malerischen Pisciotta nämlich, ist eine andere Sorte benannt: die Pisciottana. Neben ihrem guten Ertragsvolumen wird diese besonders hochgewachsene Sorte auch verwendet, um das Land vor Erosion zu schützen. Pisciotta thront pittoresk auf einem Hügel – Wind und Regen bedrohen gerade in Küstenregionen aber den fruchtbaren Boden. Verwehungen und Auswaschungen Richtung Meer sind eine Gefahr für die Landwirtschaft und die Natur der Region. Durch die Haine der Pisciottana kann dem auf ganz natürliche Weise entgegengewirkt werden. Geschmacklich ist die Pisciottana sehr klar strukturiert und eher mild.

Eine sehr regionale Sorte ist die Ogliara, sie wird eigentlich nur in der Gegend um Montana Alento Montestella und Trentinara kultiviert. Wenn Sie ein Olivenöl oder anderes Erzeugnis aus dieser Olivenvariante verkosten, können Sie sich also relativ sicher sein, woher aus dem Cilento es stammt. Das Öl der Ogliara ist goldgelb mit grünen Farbnuancen und bietet einen sehr besonderen, pikanten Geschmack mit hohem Wiedererkennungswert.

Ebenfalls angebaut werden im Cilento die Sorten Frantoio und Lecino, auch wenn diese ihren eigentlichen Ursprung in der Toskana haben. Während das Lecino-Öl ausgesprochen mild ist und über wenig Eigengeschmack verfügt, sind die Kräuternoten bei der Sorte Frantoio besonders einprägsam.

Olive also gleich Olive? Vonwegen!

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