Olivenöl-Seminar: So werden Liebhaber zu Kennern

27. Juli 2017 - Für uns von Cilentano ist qualitativ hochwertiges Olivenöl die grundlegende Basis für gute, echte italienische Küche. Deshalb möchten wir auch möglichst viel über das sogenannte „flüssige Gold“ wissen, um unseren Kunden bei Bedarf in jeglicher Hinsicht Rede und Antwort stehen zu können. Grund genug, um uns einen Profi ins Haus zu holen, der nahezu alles über Olivenöl weiß: „Olivenöl-Papst“ Richard Retsch ist Leiter des Deutschen Olivenöl Panels e.V. mit Sitz in Nürnberg und erklärte sich dazu bereit, mit dem Team von Cilentano ein Olivenöl-Seminar durchzuführen.

Das DOP ist eine Institution, die sich der Qualität von Olivenölen verschrieben hat und diese auf Basis sensorischer Kriterien bewertet und kategorisiert. Wie wir bereits vor dem Olivenöl-Seminar wussten, wird die Qualität des Olivenöls nicht nur bei der Herstellung beeinflusst, sondern ist natürlich auch abhängig von der Beschaffenheit des Ausgangsprodukts. Faktoren, die diese beeinflussen, sind z.B. die Olivensorte, die Bodenbeschaffenheit, der Erntezeitpunkt und die Erntemethode sowie die Behandlung der Frucht und der Prozess der Herstellung. Zudem spielt eine Rolle, wie das fertige Öl abgefüllt, transportiert und gelagert wird. So können Geruch und Geschmack in Harmonie und Dauerhaftigkeit stark variieren.

Die Verkostung von Olivenöl

Nun beginnt der spannende Teil unseres Olivenöl-Seminars – wir dürfen probieren. Bei der Degustation wird folgendermaßen vorgegangen: Zunächst erwärmt man das Gefäß in zugedecktem Zustand bis auf ungefähr 28° C. Dann erfolgt eine lange und intensive Geruchsprobe, um die Aromen wahrzunehmen. Anschließend wird ein knapper Esslöffel für etwa 15 Sekunden im gesamten Mund verteilt und Luft gezogen. Wichtig ist dabei, dass das Öl mit allen Bereichen der Zunge in Berührung kommt. Nur so kann man sämtliche Geschmacksattribute erfassen. 

Der Geruch von gutem Olivenöl ist sehr intensiv.

Geschmack des Olivenöls beschreiben und bewerten

Für die Beschreibung der Geschmackseigenschaften erhalten wir in unserem Olivenöl-Seminar eine Liste mit typischen Aromen. Gute Olivenöle gehen häufig in eine fruchtige Richtung. Auch Bitterkeit und Schärfe sind typische Merkmale. Aber noch viel interessanter ist, welche Vielzahl komplexer Aromen man herausschmecken kann. Wurden eher grüne Oliven verarbeitet, erinnert das Öl z.B. an frisch geschnittenes Gras oder einen Tomatenstrauch, Citrus, grünen Apfel oder grüne Banane. Durch die Verwendung von reiferen Oliven wird das Öl süßer und schmeckt nach gekochten Artischocken, reifen Tomaten, Pilzen oder kandierten Früchten, um nur wenige Beispiele zu nennen. Die Vielfalt der Aromen und der Fruchtigkeit von Olivenöl ist unglaublich groß. Auch Harmonie und Dauerhaftigkeit spielen an dieser Stelle eine Rolle. Exzellente Harmonie ist beispielsweise ein Zeichen für verantwortungsvolle Herstellung, beste Qualität und somit einen hohen Ernährungswert. Letztendlich zählt natürlich auch der persönliche Geschmack. 

Bei der Verkostung wird zwischen zwei Ölen mit Wasser und Äpfeln neutralisiert.

Gutes Olivenöl erkennen

Zusammenfassend lässt sich nach dem Olivenöl-Seminar auf jeden Fall sagen, dass man natürlich stets nur zu Olivenöl „extra vergine“, also zur ersten Güteklasse greifen sollte. Wichtig ist außerdem, auf die Angaben zur Herkunft zu achten. Idealerweise steht auf dem Etikett der Hersteller beziehungsweise der Abfüller. Pluspunkte sind außerdem Informationen zur Olivensorte oder zur Anbauregion, was allerdings eher selten angegeben wird. Manchmal entstehen gerade durch Blends, wie Öl-Mischungen aus verschiedenen Olivensorten genannt werden, besonders interessante Nuancen. Da in Italien weit mehr Olivenöl konsumiert wird, als der landesweite Anbau hergibt, muss auch hier Ware aus anderen Ländern, die vorwiegend am Mittelmeer liegen, zugekauft werden. Dies passiert zumindest bei bekannten Herstellern, die ihre Produkte im großen Stil über Supermarktketten vertreiben. Auch wenn die Erzeugerländer selbst den größten Anteil an Olivenöl verbrauchen, ist der weltweite Konsum doch beeindruckend: Rund drei Millionen Tonnen werden jährlich konsumiert, mehr als die Hälfte davon in der EU.

Fazit: Qualität zahlt sich aus

Geschmäcker sind zwar verschieden – aber unsere bereits gefestigte Meinung wurde im Olivenöl-Seminar wieder einmal eindeutig bestätigt: Bei dem Kauf von Olivenöl ist die Qualität das A und O! Wir haben sowohl die Öle aus unserem eigenen Sortiment als auch einige andere Produkte aus verschiedenen Preissegmenten getestet und verglichen. Die Unterschiede, die wir dabei festgestellt haben, waren tatsächlich immens. Und auch wenn es in Supermärkten Öle zu kaufen gibt, die zu einem günstigen Preis vermeintlich gute Inhaltsstoffe verspricht, raten wir Ihnen, zukünftig genauer hinzuschauen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bezieht sein Olivenöl z.B. über unseren Online-Shop. Wir bieten nur Ware von kleinen Bio-Betrieben an, die wir selbst vor Ort geprüft und ausgewählt haben und von deren Qualität wir überzeugt sind. 

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.