Panettone – mehr als ein Weihnachtskuchen!

Luftig, lockerer Teig, Hagelzucker oder eine leckere Glasur und die typische Schornsteinform – so kennen und lieben wir den italienischen Panettone.

Weihnachten ohne einen Panettone ist nicht nur in Mailand, der Heimatstadt des Gebäcks, praktisch undenkbar. In ganz Italien ist die süße Spezialität ein absolutes Muss! Dabei sah der Panettone auch in seiner Geburtsstadt nicht immer so aus wie heute. Der Originalpanettone war eher flach – kandierte oder getrocknete Früchte gehören aber seit eh und je dazu. In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde es dann reichhaltiger auf der Zutatenliste: Feine Butter wurde hinzugefügt, die den Teig geschmeidiger, aber auch weicher machte. Deshalb musste eine Backform her und fertig war der Schornstein-Kuchen, der seinen kulinarischen Siegeszug auf der ganzen Welt antrat.

Feinkost mit Tradition

le-delizie-di-maria-Maria-CarmelaIn manchen Gegenden Italiens legt man besonderen Wert auf Tradition, wie etwa im Cilento. Der Panettone wird hier immer noch in seiner ursprünglichen Form hergestellt. Statt kandierter Früchte kommen getrocknete Feigen zum Einsatz. In der Backstube von Maria, der Meister Bäckerin der Pasticceria Le Delizie di Maria, im beschaulichen Roccaspiede verwendet dafür die Fichi bianchi – die „Weißen Feigen des Cilento“ – die für ihr zartes Fruchtfleisch und feinen Kerne berühmt sind. Sie geben dem Panettone einen köstlichen und vor allem echten cilentanischen Geschmack

Eine Spezialität – aber nach Weihnachten ist dann Schluss? Weit gefehlt!

panettone_2Wer meint, Panettone sei nur etwas für die Weihnachtszeit, der irrt sich. Traditionell wir der Panettone auch am 3. Februar, dem Tag des Heiligen Blasius (auf Italienisch: San Biagio), gegessen. Bevor sich Jung und Alt eine Scheibe genehmigen, wird er mit zum Gottesdienst genommen, wo er gesegnet wird. Dem Volksglauben nach soll der Genuss des Kuchens dann vor Halsschmerzen aller Art oder Verschlucken im kommenden Jahr schützen. An Ostern wird in Italien die Colomba serviert – ein Kuchen, der aus dem gleichen Teig besteht und oft auch mit Früchten oder Schokotröpfchen verfeinert wird.

Echte Panettone-Fans hält aber auch der heiße, italienische Sommer nicht davon ab, sich ein Stückchen zu genehmigen: Mit leckerem Eis wird das Ganze dann zu einem PanGelà, einem Brioche mit zartschmelzendem Innenleben. Erfrischend! Wer es nicht so süß mag, kommt auch auf seine Kosten: Ob selbstgemacht oder schon fertig gekauft - inzwischen gibt es den Panettone auch in einer salzigen Variante. Er eignet sich bestens für Sandwiches, Fingerfood und allerlei raffinierte Antipasti-Kreationen mit Olivencreme, getrockneten Tomaten oder Salami.

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