Was gutes Olivenöl ausmacht – Teil 4: Bio ist besser

Unsere Olivenöle stammen alle aus biologischem Anbau und tragen ein Ökosiegel. Doch was bedeutet biologischer Anbau von Oliven eigentlich? In Teil 4 unserer kleinen Olivenölkunde erklären wir’s.

Das Ziel des ökologischen Landbaus ist es in erster Linie gute, gesunde Produkte herzustellen. Allerdings nicht nur – auch die Rücksicht auf die Umwelt ist von zentraler Bedeutung. Echte biologische Landwirtschaft denkt und handelt nachhaltig.
Deshalb dürfen bei biologischen Oliven und Bio-Öl keine chemischen Pflanzenschutzmittel, die sogenannten Herbizide, oder Insektenvernichtungsmittel, Pestizide oder Insektizide, eingesetzt werden. Das bedeutet für die Bauern, dass sie mit geringeren Erträgen rechnen müssen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu ganzen Ernteausfällen kommen. Um das zu vermeiden, wird versucht, Schädlingen mit natürlichen Methoden Einhalt zu gebieten. Dabei helfen beispielsweise Pheromonfallen. Pheromone sind Lockstoffe, die Fruchtfliegen und andere Insekten zur Kommunikation verwenden. Mit diesen Lockstoffen können die Tiere nicht nur gefangen werden, sondern sie dienen auch dazu, festzustellen, wie hoch die Population an Schädlingen gerade ist. Das kann je nach Jahr stark variieren. Wird eine hohe Schädlingsbelastung nachgewiesen, gibt es biologische Insektenbekämpfungsmittel: Ätherische Öle, Extrakte von Pflanzen wie dem Neem-Baum oder andere natürliche Verfahren können hier Abhilfe schaffen. Dabei werde weder die Oliven noch die Umwelt belastet, da es sich nicht um Chemikalien handelt.

Im Einklang mit der Natur: Bio-Olivenöl aus ökologischem Landbau

oliven-h-ndeDer Ökolandbau vermeidet Monokulturen und achtet darauf, dass Böden und Klima für die Produktion auch wirklich geeignet sind. Im Cilento werden Oliven seit Jahrtausenden kultiviert – hier versteht man sich also auf Landwirtschaft im Einklang mit der Natur. Biobauern sind verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass ihre Anbauflächen nicht mit chemischen Mitteln aus konventioneller Landwirtschaft kontaminiert werden. Daher müssen natürliche Barrieren zwischen den eigenen und Nachbarbewirtschaftungen liegen. Das können Brachen, Flüsse oder auch dichte Baumbestände sein.
Außerdem wird darauf geachtet, dass die Böden nicht ausgelaugt werden. Das bedeutet, dass in Olivenhainen, die in ökologischem Landbau bewirtschaftet werden, Furchen weniger tief gezogen werden. Dadurch wird die Auswaschung des Bodens, die Erosion, verhindert und die Mineralstoffe bleiben erhalten. Um die Olivenbäume mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, werden andere Pflanzen, wie Gräser und Kräuter zwischen den Bäumen, zurückgeschnitten, gehackt und anschließend als Biodünger oder Mulch wieder untergepflügt. Dadurch kann auf chemische Bodendünger, deren schädliche Inhaltsstoffe sich in Pflanzen und Grundwasser ablagern, verzichtet werden. Im Cilento liegen viele der Anbauflächen an den Hängen der cilentanischen Hügel. Für mechanische Erntehilfen ist dort kein Platz. Aber nicht nur deshalb, sondern auch um die wertvollen Früchte zu schonen und ohne Verletzungen der Schale zu ernten, ist bei Bio-Oliven in der Regel Handarbeit angesagt.

Für den Verbraucher bedeutet die Entscheidung für ein Bio-Olivenöl: Sie bekommen ein hochwertiges, wohlschmeckendes Produkt, das gesund und „Natur pur“ ist - frei von schädlichen Chemikalien und Zusatzstoffen. Außerdem dürfen Sie sich über das gute Gewissen freuen, mit dem eigenen Konsumverhalten der Umwelt nicht geschadet zu haben.

Auf unsere Olivenöle können Sie sich verlassen: Zertifizierte Bio-Qualität aus Italien
Die Bio-Olivenöle Terre Antiche der Cooperativa Nuovo Cilento in San Mauro Cilento werden von ICEA (IT BIO 006) zertifiziert. Die Produkte der Azienda Agricola Salella hingegen tragen das Siegel von Bioagricert (IT Bio 007).

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